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Grüne Städte - Pflanzen als nützliches Gestaltungsmedium

Wie ihr sicher alle wisst, produzieren Pflanzen den Sauerstoff, den wir alle brauchen, um zu atmen und zu leben. Allerdings haben Pflanzen noch andere wichtige Aufgaben, die sie für uns übernehmen. So hab ich erst wieder eine Löwenzahnfolge über Straßenbäume und ihre funktionen gesehen (https://www.youtube.com/watch?v=51JkdJiLiTk). Da gab es einen kleinen Zeichentrickfilm, wo das Wichtigste aufgelistet wurde.

Was uns Pflanzen so geben:

Sauerstoff – durch die Photosynthese (ein großer Baum produziert so viel Sauerstoff wie 1.200 kleine)

saubere Luft – durch ihre Filterwirkung (ein großer Baum filtert ca. 1.000 kg Staub pro Jahr aus der Luft) und tut so der Gesundheit der Bewohner bei

etwas fürs Auge – was schönes und entspannendes, vor allem wenn man viel im Büro sitzt

Naturschutz – Lebensraum für viele Insekten, Vögel und Säugetiere

absorbiert Lärm – leiseres Wohnumfeld birgt weniger Stress und Krankheiten für die Anwohner

Schatten und Abkühlung – wichtig bei der Erhaltung eines gesunden Stadtklimas, wo Städte sich tendenziell zur Umgebung leicht aufheizen

höhere Luftfeuchtigkeit – gut für die Atemwege

Windhemmend

Eine gute Zusammenfassung findest du auch hier: http://www.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/stadtnatur/stadtpflanzen/stadtbaeume/

Die Anlage von Straßenbaumalleen ist sehr wichtig. Berlin z.B. hat dagegen 2014 mehr als 2000 Straßenbäume verloren.


Daher sind Bauprojekte wie die folgenden sehr interessant und auch wichtig für die weitere Entwicklung der Städte.

1) Die Idee von Hundertwasser war es ja, dass auf und an einem Haus so viele Baüme wachsen sollen, wie auf der Grundfläche normalerweise auch Platz fänden. (Bilder Wien)

2) Moderne Varianten können z.B. wie dieses hier aussehen http://m.finn.no/job/fulltime/ad.html?finnkode=72353141

3) Projekte in vielen Städten, meist von den Bewohnern ins Leben gerufen, können auch einen großen Beitrag zur Schönheit und Nutzbarkeit sowie auch dem Naturschutz bringen. So z.B. in Berlin mit dem Urban gardening, Guerrilla Gardening oder ähnliches. Dieses Gestalten der eigenen Wohnumgebung hat auch den Nebeneffekt, dass sich die Anwohner stärker mit ihrem Kiez identifizieren, die Gegend mehr achten und pflegen. Straßenzüge, Fassaden, Schilder, Ampeln, Höfe usw. werden mit einem lebendig grünen Mantel überzogen. Und für viele Besucher sieht es auch einfach gleich viel einladender aus. So wurde und wird in Prenzle Berg und X-Berg viel in dieser Richtung gemacht. Für manche hat es dann aber auch noch einen weiteren Sinn. Sie versoprgen sich so selbst mit Kräutern und Gemüse oder sorgen für eine gute Ernährung ihrer Bienenvölker.

http://green-24.de/forum/blog.php?u=19253&b=450

http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit/garntern-ohne-grenzen-guerilla-gardening-bauerngarten-schreibergarten

https://www.grueneliga-berlin.de/themen-projekte2/garten-nebenan/projektarchiv/film-zum-hofwettbewerb/berlins-schone-hofe/

http://www.berlin.de/kultur-und-tickets/tipps/2407321-1678259-urban-gardening.html

http://berlin.deutschland-summt.de/

Auch ich werde mich nach kleinen Anfängen letztes Jahr wieder in meiner Wohngegend aufmachen und von anderen verschähte Blumenzwiebeln in Wiesen und Grünflächen einzetzen. Nächstes Jahr kommen sie sicher wieder und die Leute werden staunen, wie schön doch überall die Osterglocken und so blühen.

4) Algen zur Energiegewinnung sind mittlerweile Gegenstand von Forschung und Design. So werden immer wieder neue Möglichkeiten für die Nutzung dieser spannenden Wesen gefunden. Algenkönnen nämlich zur Stromerzeugung genutzt werden. So können sie in Lampen (http://www.gute-nachrichten.com.de/2013/03/technik/mikro-algenlampe-absorbiert-kohlendioxid/ oder https://reset.org/blog/natuerliche-lichtquelle-die-algen-betriebene-kabellose-lampe) oder gar Häusern (http://www.biq-wilhelmsburg.de/) für die Erzeugung der nötigen Elektrizität verwendet werden. Ein toller nebeneffect ist organischer Dünger und die Filterung von CO2 aus der Luft. So können Algen viiiiiiiiiiiiiiel mehr und schneller CO2 speichern als z.B. Bäume.

Im folgenden möchte ich euch noch einige Erkentnisse aus einem Buch vorstellen, die hier auch noch sehr gut herpassen. William G Wilson hat ein Buch geschrieben: Constructed Climates – A Primer on urban environments (ISBN-13: 978-0-226-90146-6). Es gibt eine gute ûbersicht über die verschiedenen Aspekte von Städteplanung, Klima, Soziales und mehr...

- Wie schon oben angesprochen haben Bäume und Pflanzen eine starke Wirkung auf das Klima in der näheren Umgebung. So wurde festgestellt, dass Stadtteile, in denen Bergünungen fehlen, es wesentlich wärmer ist. Dagegen wurden in grünen Bezirken niedrigere Temperaturen gemessen. Der kühlende Effekt von Bepflanzungen konnte damit in verschiedenen Studien nachgewiesen werden. Schatten durch die Pflanzen und die Verdunstung durch die Blätter können gute Abkühlung schaffen.

- Die Auswirkungen von Städten auf das umgebende Klima konnte ebenfalls in verschiedensten Untersuchungen beschrieben werden. So haben Städte einen starken Einfluss auf Gewitter. Durch ihren Temperaturunterschied zur Umgebung verursachen sie die verstärkte Bewegnung von Luftmassen. Diese haben die Folge, dass es verstärkt zu Gewittern kommen kann, weil die Luftmassen so unterschiedliche Temperaturen haben. Außerdem gibt es in Städten tendenziell eher Regen zum Ende des Tages hin im Vergleich zu ländlichen Gegenden. Also um so größer eine Stadt ist, und um so dichter sie besiedelt ist, desto wärmer ist sie und desto stärker wied auch das dortige Klima verändert. In bereits trockenen und warmen Regionen wie z.B. im Osten Deutschlands, kann dies starke Auswirkungen auf die lokalen Ökosysteme haben. Das bezieht sich unter anderem auch auf die verstärkte Einwanderung und Ansiedelung von nicht heimischen Pflanzen und Tieren aus wärmeren Klimaregionen.

- Auch helle Fächen und Wasserflächen können Abkühlung schaffen und so zu einem ausgeglicheneren lokalen Klima führen. Kombinationen von Steinen und Graswuchs können Wege und Wegränder neu gestalten.

- In Bezug auf den Klimawandel können vor allem Bäume einen großen Beitrag zur Speicherung von Kohlendioxid (CO2) beitragen und im Gegenzug viel Sauerstoff liefern. Durch eine bessere Erhaltung der Bodenfunktion in Grünanlagen, Grünstreigen u.ä. kann auch hier die Speicherung von CO2 erhalten oder gar verbessert werden. Zur Bodenverbesserung können auch Methoden wie die Untermischung von Terra Preta oder naturnahem Gärtnern beitragen (dazu mehr in einem extra Beitrag). Zudem konnte gezeigt werden, dass der Energiebedarf durch Bäume verringert werden kann. Das kann im Winter durch den Windschutz der Gebäude gewerleistet werden, so dass sie nicht so stark auskühlen. Hier sind auch direkte Fassadenbegrünungen von Vorteil wie der Bewuchs mit Kletterpflanzen oder der Anbringung von Grünen Wandsystemen. Im Sommer wirken sich Bäume und Fassadenbegrünungen wieder kühlend aus. Das kann vor allem bei immer verstärkterem Einsatz von Klimaanlagen den Enegieverbrauch stark reduzieren.

- Die Reinigungswirkung der Pflanzen konnte gezeigt werden. So filtern die Pflanzen diverse Schadstoffe aus dem Straßenverkehr und Staub. Dadurch kann die Luft innerhalb der Stadt stark verbessert werden. Das kommt allen zugute, aber vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen wie z.B. Astma.

- Die Lebenszufriedenheit der Menschen in grüneren Bezirken ist höher als in denen, wo Begrünung fehlt. Es konnte sogar ein Zusammenhang zwischen steigender Kriminalität und fehlender Begrünung festgestellt werden. Dies mag eine Folge des kargen Umfelds sein, aber auch die dichte Besiedelung in Gegenden, wo das Grüne fehlt. Die Begrünung des öffentlichen Raumes ist also sehr wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bevölkerung. Denn durch Hitzewellen und Ozonbelastung im Sommer sind jährlich viele Menschen stark gesundheitlich belastet oder sterben gar.

- Auch die Natur profitiert von Begrünungen. Es ist erwiesen, dass in grünen Stadtteilen, wo eine Mischung aus Bäumen, Hecken, Sträuchern, Blumenwiesen und anderen bewachsenen Freiflächen die Artenvielfalt stark ansteigen kann. Ein Beispiel ist der Spatz, der mittlerweile in Deutschland in seinen natürlichen Umgebungen gefährdet ist, aber in Berlin als eine „unordentliche“ Stadt immer noch genügend Unterschlupf und Lebensräume findet (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2002-spatz/). Ähnlich geht es auch der Mandarinente (https://de.wikipedia.org/wiki/Mandarinente).

Da können sich Menschen in der Gabäude und Landschaftsgestaltung nun richtig austoben, um den Lebensraum Stadt neu und naturnäher zu gestalten!




5.5.16 17:07
 


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