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Plastik und plastikfrei leben - ein Selbstversuch - das Bad (2)

Nun ein bisschen ausführlichere Informationen zum Produktwechsel im Badezimmer.

Duschgel & Shampoo

Angefangen habe ich mit dem Aufbrauchen von Duschgel und Shampoo in Plastikflaschen. Die habe ich dann beide durch feste Varianten ersetzt. Ich habe verschiedene ausprobiert und bin dann bei der Haarseife hängen geblieben und verschiedenen Bioseifen mit Rose, Olive oder Ringelblume.

Creme, Bodylotion und Lippenpflege

Anschließend habe ich mit verschiedenen Ölen und festeren Fetten experimentiert. Olivenöl scheint für meine Haut das Beste zu sein. Mittlerweile setze ich mir 2-3 Mal im Jahr eine Flasche mit Orangenschalen an (Rezept findet ihr weiter unten). Bei den Fetten habe ich mit Sheabutter sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie tun sehr gut im Winter, wenn es kalt ist. Sheabutter gibt es sogar in komplett kompostierbarer Verpackung (http://organic-essence.com/organic-shea-butter.html)! Kaufen könnt ihr sie z.B hier: http://www.greenmylife.at/k%C3%B6rperpflege/oe-shea-body-butter-kokos-vanille/ Für die Lippen, das Gesicht und die Hände habe ich mir mittlerweile eine eigene Mischung aus Bienenwachs und Öl gemacht. Lippenbalsam kann man ja auch in Metall- oder Glasdosen im Bioladen kaufen, ist allerdings sicher teurer. Das Gute an dieser Mischung ist, man kann sie auch noch gut zum Holzversiegeln nehmen. Daher habe ich mir gleich eine größere Menge angesetzt und lagere sie nun im Kühlschrank. Ein Rezept findet ihr weiter unten.

Zahnpasta & Co.

Als meine Zahnpasta dann verbraucht war, habe ich nach ökologischen Alternativen gesucht. Die meisten sind doch in Plastikverpackungen. Und auf Dauer finde ich Aluverpackungen nicht empfehlenswert, weil die Aluminiumproduktion super energieaufwendig ist, Aluminium vor allem für Wasserorganismen hoch toxisch ist und es bei der Mülltrennung durch sein nicht-magnetisches Verhalten schwer herauszutrennen ist. Damit bin ich dann letztendlich dazu gekommen, meine Zahnpasta selbst herzustellen. Es gibt Unmengen an Rezeptvorschlägen im Internet! Natron und Heilerde verwende ich nicht, weil ich denke, dass Natron den Zahnschmelz zu sehr angreift und die Heilerdepartikel unnötig sind, wo die Zahnbürste ja schon gut die Zahnoberfläche von Belägen befreit. So bin ich letzendlich bei Kokosöl und ätherischen Ölen hängen geblieben (Rezept weiter unten). Das funktioniert sehr gut und den Geschmack kann man völlig selbst bestimmen.

Zum Zähne putzen gibt es dann zu Plastikzahnbürsten sehr viele natürliche Alternativen. Der Miswakstick braucht ein wenig Übung zur richtigen Handhabung, doch es klappt nach einer Weile sehr gut und erreicht sogar schwer zugängliche Ecken. Ansonsten gibt es Zahnbürsten mit Holzgriffen und Naturborsten. Meine habe ich im Naturkaufhaus in Berlin besorgt (online z.B. hier erhältlich http://www.plasno.de/produkte/1540/de/zahnbuerste-erwachsene.html). Sie sind ein wenig teuerer als gewöhnliche Zahnbürsten, doch durch die selbstgemachten Öle und Zahnpasta spart man wiederum gut Geld, was für solche "Luxuxartikel" verwendet werden kann. Ich hab mir auch angewöhnt, sanfter die Zähne zu putzen, wodurch die Zähne geschont werden und die Zahnbürsten länger halten.

Ach ja, da war ja noch die Zahnseide! Mit der synthetischen hatte ich da oft Probleme, dass sie mir gerissen ist. Die Aromen fand ich dann auch meist eher bescheiden. Mittlerweile benutze ich Zahnseide aus echter Seide mit Bienenwachsüberzug. Gibt es sogar in kompostierbarer Verpackung!

Kamm & Bürste

Meinen Kamm und meine Bürste habe ich mit Holz/Naturborsten- Alternativen ersetzt. Die bekommt man in den meisten Drogerien und Bioläden. Ab und zu sollten sie gewaschen werden und die Holzteile danach mit einer dünnen Schicht Öl überzogen werden. Auch meinen "Rückenschrubber" konnte ich leicht durch eine Naturgewebevariante ersetzten. Da ist es eben nur wichtig, den gut zum Trocknen aufzuhängen, damit er keine komischen Stellen bekommt.

Rasieren

Ja, beim Rasieren war es dann ein leichtes umzusteigen. Von Mühle gibt es tolle Rasierer komplett aus Metall, wo man günstig Klingen für bekommen kann. Eine milde Seife zum Rasieren ist sehr gut und nach dem Abspülen eine Verwöhneinheit mit Öl. Das ist einfach, günstig und auch noch gut und schonend für die Haut. Die einfachen Rasierer brauchen allerdings ein bisschen Übung, dass man sich nicht schneidet. Doch nach 2-3 Mal klappt es dann schon super! Und eine Anleitung bekommt man bei denen oft auch mitgeliefert.

Die Regelproblemchen

Etwas länger hat es bei mir gedauert, eine gute Möglichkeit für meine Regel zu finden. Anfangs habe ich noch Bio-Tampons gekauft. Ich hatte dann von einer Freundin von den Menstruationscups gehört. Es war zu der Zeit noch recht schwierig, sie zu bekommen und ich wurde erst in einem Outdoorladen fündig. Die Eingewöhnungsphase war vielleicht 3 Zyklen. Danach klappte es sehr gut. Also zu Beginn immer noch eine Sicherheitsschicht einpacken. Auch war ich mit dem Material nicht so 100%ig zufreiden. Sind sie doch in der Regel aus Silikon, also auch wieder Plastik. Eine Naturkautschukalternative habe ich allerdings auch schon gefunden (keeper.com)! Es gibt auch die Möglichkeit waschbare Binden und Slipeinlagen zu kaufen. Da gibt es verschiedenste Anbieter (z.B. http://www.waschbare-binden.com/) und auch Anleitungen zum Selber nähen (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=8eqRU3wBgCM). Wie ich auch bei mir selbst gemerkt habe, kann der Ausfluss während der Regel zu einem Teil selbst reguliert werden. So können wir lernen, das Blut zurückzuhalten und bei Bedarf auf die Toilette zu gehen (mehr findest du hier http://www.happygaia.com/de/blog/).

Duschen vs. Katzenwäsche und die Hinterlassenschaften

Im Bad benutzt man ja Wasser. Viele duschen jeden Tag. Das konnte ich wegen meiner trockenen Haut noch nie wirklich ohne Folgen wie starkes Jucken, Spannen und Pickel machen. Deswegen war es für mich leicht, das noch weiter zu reduzieren. So bin ich nur noch 1x pro Woche unter die Dusche gehüpft. Täglich gab es allerdings eine "Katzenwäsche". Mittlerweile gibt es nur noch "Katzenwäschen", allerdings recht gründlich mit einem Waschlappen. Das massiert die Haut und tut richtig gut! In der Regel benutze ich auch keine Seife mehr, außer zum Rasieren. So behält meine Haut ihre natürliche Schutzschicht. Auch das eher kalte bis lauwarme Wasser reizt die Haut wesentlich weniger und hält sie geschmeidig. Beim Haarewaschen fange ich das Waschwasser in einem Metalleimer auf und benutze es für die Klospülung. Die wird bei mir generell auch nur noch sehr sparsam verwendet ganz nach dem Motto: "Is it yellow let it mellow, is it brown flush it down!" (http://greenasathistle.com/), so wird nur noch für die großen Geschäfte gespült. Es ist gar nicht mal so unangenehm im Geruch, wie man am Anfang denken mag. Denn wenn man genug trinkt, ist das kleine Geschäft auch viel weniger konzentriert und riecht damit auch weniger. Was ich im Moment mache, ist ein Komposklo zu bauen. Da brauche ich gar kein Wasser mehr und kann die Überreste dann für den Garten verwenden. Da freuen sich sicherlich sie Pflanzen!

Wäsche waschen

Wäsche waschen tue ich seit langem nur noch mit Waschnüssen. Das klappt sehr gut und ist für mich völlig ausreichend. Ab und zu wasche ich Sportsachen und Handtücher auch mal bei höheren Temperaturen, um Gerüche besser zu entfernen. Bleichen kann man helle Wäsche ab und an mit Backpulver oder Natron. Dafür sollte man die Sachen dann einige Stunden darin einweichen. Bei sehr kalkhaltigem Wasser, kann die Zugabe von etwas Zitronensaft der Waschnusswirkung helfen. Auch wasche ich nur bei voller Waschmaschine und habe mir angewöhnt meine getragene Kleidung zum Lüften aufzuhängen. So kann sie problemslos mehrere Male getragen werden. Das spart Wasser, Energie und Waschmittel. Eine regionale Alternative zu Waschnüssen sind Kastanien. Man kann sie im Herbst sammeln und vorbereiten (schälen und raspeln), trocknen und dann sehr gut lagern. Sie können vielfältig zum waschen verwendet werden (http://experimentselbstversorgung.net/auf-zum-waschmittel-sammeln/)! Also ein völlig kostenloses Waschmittel, ökologisch und schonend!

Putzen

Zum Putzen im Bad benutze ich kompostierbare Lappen, einen Naturfaserschwamm und Zitronensaft oder Essig, manchmal auch etwas natürliches Waschmittel. Das reicht aus und hält alles rein und glänzend. Außerdem duftet der Zitronensaft richtig gut!

So, nun sind alle Bereiche angesprochen denke ich. Oder habt ihr noch Fragen oder Vorschläge?

 

Orangenöl

Orangenschalen von 1-3 Orangen für Orangenöl in eine leere Flasche geben und langsam mit 1-2 L Öl begießen. Sie sollte ca. 3 Wochen ziehen, dann gießt man das Öl durch ein Sieb in eine frische Flasche und es ist fertig zur Benutzung. So hat das Öl einen frischen Durft, was am Morgen sehr gut tut. Auch andere Früchte, Fruchtschalen, Blüten oder Kräuter und Gewürze kann man dafür nehmen. Je nachdem, was einem gut tut. Also ein schönes Feld zum Experimentieren!

 

Lippenbalsam

1 Teil Bienenwachs und 4 Teile Öl brauchst du. Ich nehme Olivenöl, doch auch Jojobaöl, Walnussöl oder andere kannst du benutzen. Ätherische Öle kannst du hier natürlich auch verwenden, wenn du magst! Also, du erhitzt das Öl langsam in einem Topf, die Bienenwachsraspeln oder -stücke gibst du dazu und rührst immer gut um, bis alles geschmolzen ist (am Ende kannst du ätherische Öle dauzgeben). Nun wird alles in ein verschließbares Glas gefüllt. Während des Abkühlens ist es wichtig, immer wieder umzurühren, damit das Wachs und das Öl gemischt bleiben und eine kremige Masse ergeben. Wenn es völlig erkaltet ist, ist die Mischung fertig. Bei Raumtemperatur ist es geschmeidig weich und leicht zu verstreichen. Frisch aus dem Kühlschrank dagegen ist es eher fester. Gelagert werden kann die Mischung mindestens ein Jahr im Kühlschrank unter Luftabschluss. Manche Öle wie Jojobaöl haben auch eine Haltbarkeit von 2 Jahren oder länger.

 

Kokosöl-Zahnpasta

Einfach 3-5 TL Kokosöl mit 5 Tropfen ätherischem Öl deiner Wahl vermengen, in einem kleinen Glas verschlossen aufbewahren. Fertig!

 

14.3.16 16:59
 


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